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  • Johannes Knarr

Der Mensch ist nicht zum Sitzen gemacht. Denn eigentlich ist er seiner Entwicklungsgeschichte nach ein Vierbeiner, dessen Bewegungsapparat ursprünglich auf das Jagen und Sammeln ausgerichtet war. Der Homo Sapiens hat sich im Lauf der Zeit aufgerichtet und hält seine Wirbelsäule seitdem mehr schlecht als recht in Balance.



FOTO: five


Was also einst als Privileg von Königen und Adel galt, hat sich zur Volkskrankheit unserer Zeit entwickelt und das schon im Kindesalter.

Als Europäer werden wir schon im Kleinkindesalter daran gewöhnt, stundenlang auf einem Stuhl zu sitzen und uns zudem viel zu wenig zu bewegen. Wir verlieren dadurch schon in jungen Jahren die Fähigkeit, uns unter Kontrolle des muskulären Systems frei zu bewegen. Beispielsweise haben wir Deutschen große Schwierigkeiten über einen längeren Zeitraum in einer tiefen Hocke (Neudeutsch: Squatposition) zu verweilen, respektive in diese Position zu kommen, ohne uns dabei abzustützen. (Einfach mal selbst versuchen!) Für den Asiaten und den Afrikaner ist dies hingegen eine entspannte Position.

Je weniger wir uns bewegen, desto schwächer wird außerdem unsere Rumpfmuskulatur, die dem Rücken eigentlich Halt geben sollte. Bewegungsmangel und eine mangelnde Beweglichkeit sind daher eine der Hauptursachen für Rückenschmerzen - der häufigste Grund für medizinische Rehabilitation und Arbeitsunfähigkeit.

Für uns spielt daher eine gute und umfassende Gelenkmobilisation eine wichtige Rolle im täglichen Reha- und Athletiktraining. Seit einem Jahr haben wir deshalb den „five-Dehnzirkel“ in unserem neuen Trainingsbereich etabliert.

Die „five-Methode“ basiert auf der Entwicklung des Homo Sapiens. Unsere heutigen Bewegungsabläufe haben sich extrem weit von den damaligen entfernt. Als besonders problematisch sieht das „five-Konzept“ dabei die ständig gebeugte Haltung unserer Gelenke im Arbeitsalltag. Diese Form der Entwicklung kann den menschlichen Bewegungsapparat zusehends degenerieren und schädigen. Mit dem außergewöhnlichen „five-Geräteparcours“ wird der gesamte Körper deshalb gegen seine Gewohnheiten „gestreckt“ und trainiert.

Unser Geräteparcours besteht dabei aus fünf Geräten, die das gesamte muskuläre System beeinflussen und optimieren. Die Muskulatur wird dabei auf Länge gebracht, wodurch Atmung, Durchblutung sowie unser Energiefluss optimiert werden können. In diesem Zug werden außerdem Nerven, Faszienschlingen und Gelenkkapseln gedehnt.

Das Besondere daran ist, dass das jeweilige Gelenk nicht statisch, sondern aktiv über mehrere Gelenke mit bzw. unter muskulärer Kontrolle (Muskelkontraktion über verschiedene Muskelketten) gedehnt wird.

Bei uns wird der „five-Dehnzirkel“ mit einem intelligenten Kraft- und Stabilisationstraining kombiniert, um die bestmögliche Kraftentfaltung der Muskulatur zu erreichen.

Wir sind bereits nach kürzester Zeit vom „five-Konzept“ überzeugt und können sagen, dass Dehnen und Mobilisieren auch Spaß machen kann - überzeugt euch selbst davon.

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  • Andreas Haslauer

Aktualisiert: 4. März 2019

Markus Wasmeier macht es auf dem Taubenstein, Prinz William und Herzogin Catherine durchqueren Bhutan, Hape Kerkeling bevorzugt den Jakobsweg, Angela Merkel hat gern Reinhold Messner dabei und Daniel Brühl, der Hollywoodstar, macht es am liebsten allein. Die Rede ist vom Wandern.

FOTO: Sebastian Stiphout

Für Brühl ist Wandern die Suche nach Einsamkeit, Stille und Natur. Man nehme sich da draußen selbst nicht mehr so wichtig, sondern erkenne, dass man nur ein kleiner Teil eines großen Ganzen sei, so der Hollywood-Star.

Brühl entdeckte seine Liebe zu den Bergen vor Jahren während der Dreharbeiten für einen Film. Auf Bergen, weit weg von der Zivilisation, sei man einfach nicht abgelenkt. Wenn man über den Dingen stehe, falle vieles weg, was einen in der Stadt ständig stresst und ständig belastet.


Markus Meindl, der Chef des gleichnamigen Alpin-Lifestyle-Unternehmens Meindl Fashion, hat für Menschen wie Daniel Brühl einen Begriff erfunden: „Gebirgsstädter“. Das ist der moderne Stadtnomade, der sich in beiden Welten zu Hause fühlt und sie miteinander verknüpft. Also Menschen, die in München oder Hamburg leben und am Freitagabend oder Samstagmorgen in die Berge oder auch aufs Land fahren.


Die Zeiten, in denen in die Jahre gekommene Oberstudienräte mit Karohemd und Kniebundhose durchs Oberammergau stapften, sind vorbei. Wandern ist lässig, chic und total angesagt. Die Outdoor-Händler haben deswegen nicht mehr nur die Best Ager als Zielgruppe ausgemacht, sondern auch die „Generation Y“, die zwischen 1980 und 2000 Geborenen. Denn diese jungen Menschen treibt ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein und der Wunsch nach einem guten Körpergefühl.


„Der Wanderweg ist der neue Catwalk“, sagt Flori Schuster, Chef von Deutschlands größtem Outdoor-Geschäft Sporthaus Schuster. Im Internet, auf Litfaßsäulen und dem Katalog prangt sein Claim: „Urbane Outdoor Kultur“. Damit spricht der 62-Jährige aber nicht die Extrembergsteiger an, die den Mount Everest oder das Matterhorn erklimmen wollen, sondern alle.



„Wir wollen, dass jeder – und ich meine wirklich jeder – mit seinen kleinen Abenteuern seinem stressigen Alltag entfliehen kann“, sagt Schuster. Das kann mit den Kindern die Besteigung des 60 Meter hohen Olympiabergs in München sein oder die „Wilde Hölle und Heilige Stiege“-Tour in Sachsen.



Wie wäre es mal mit einer Trekkingtour durch die Kaktusfelder Madagaskars? Durch die bolivianische Salzwüste? Oder durch die Bergwelt Bhutans?


Noch wandert zwar nicht jeder. Aber unglaublich viele. Schon 40 Millionen Deutsche – und das ist fast die Hälfte der Bevölkerung – geht, kraxelt und klettert durch die Natur. Damit ist Wandern die mit Abstand beliebteste Freizeitaktivität der Deutschen. Tendenz: stark steigend.


Nach einer Umfrage fühlen sich 83 Prozent aller Befragten nach einer Wanderung beschwingt und zufrieden. Mehr noch: Die Ausflügler gaben an, dass sie nach ihren Touren körperlich und geistig fitter, seelisch ausgeglichener waren. Kein Wunder: Wer über Stock und Stein geht, schüttet die Glückshormone Adrenalin und Endorphin aus und baut gleichzeitig das Stresshormon Cortisol ab. Und das unabhängig vom Wetter. Besonders jetzt, im Herbst, ist eine Wanderung zu den Kreidefelsen Rügens in Mecklenburg-Vorpommern oder über den Heidschnuckenweg in Niedersachsen ein absolutes Naturschauspiel.


Oder wie es das Hipster-Magazin „Walden“ („Abenteuer vor der Haustüre“) formuliert: „Cooler als Sommer“ sei der Herbst, so Redaktionsleiter Harald Willenbrock. Sein Claim: „Die Natur will dich zurück!“ Schließlich ist Offline der neue Luxus. Draußen, in der Natur, gebe es doch die einzige Möglichkeit, sich mal mit sich selbst zu beschäftigen.

FOTO: Sebastian Stiphout


Instagram, Mails, Handy, Facebook. „Viele geißeln sich ja fast 24 Stunden mit diesem fürchterlichen Zeugs“, sagt Heiner Oberrauch, Chef des weltgrößten Bergsport-Spezialisten Salewa.

In seiner Freizeit packt sich der Firmenchef Speck, Brot und Rotwein in den Rucksack und übernachtet oben am Berg. „Warum soll ich bitte in einem Fünf-Sterne-Hotel übernachten, wenn ich am Gipfel Millionen von Sternen am Himmel sehe?“, fragt Oberrauch.


Obendrein ist Wandern im größten Fitnessstudio der Welt eine absolute Allzweckwaffe. Die „Draußen-Bewegung“ schützt vor Alzheimer und Depressionen, trainiert den Herzmuskel, verringert das Diabetes-Risiko und ist DER Fettverbrenner schlechthin. 600 Kalorien pro Stunde verbraucht der Körper im Schnitt auf dem Weg über Almwiesen.

„Wer regelmäßig wandert, steigert sein Wohlbefinden und reduziert seinen Bauchumfang“, witzelt Marc Lechler, Geschäftsführer der Ecos Reha in München. Das ist mehr als beim Radfahren. Und das könnte ein Grund sein, warum dem Mann die Käsespätzle und Kaspressknödel auf der Tegernseer Hütte oder der Stepbergalm in den Ammergauer Alpen so gut schmecken.

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  • Andreas Haslauer

Aktualisiert: 1. Apr. 2019


Er ist nicht nur der Chef der Ecos Reha, sondern für seine Kunden auch Wegbegleiter, Freund und in einigen Fällen auch Lebensmanager. Im Interview spricht Marc Lechler über seine "Duz"-Regeln, seine „Stammkunden“ wie Boris Becker und seinem Anspruch, „Rätsel“ zusammen mit seinen Patienten zu knacken


Marc Lechler

FOTO: Michael Colella


Lieber Marc, Du bist der Geschäftsführer von einem der größten privat-geführten Reha-Zentren in ganz Deutschland? Warum sollen die Leute genau zu Dir kommen?

Weil ich ein netter Kerl bin? (lacht). Nein, im Ernst: natürlich nicht wegen mir, sondern wegen unseres fast einzigartigen Konzeptes. Wir haben hier einfach alles, wir können hier jedem helfen.


Was heißt genau „haben alles hier“?

Damit meine ich sowohl unser materielles als auch humanes Kapital. Egal, ob Hightech-Geräte wie unser hochwertiges Alter-G, unsere Isokenetik-Maschine oder unseren Dehnzirkel aus den hochwertigsten Materialien – alles bei uns ist hier auf dem neuesten Stand. Genauso ist es bei unseren zehn Physiotherapeuten und fünf Athletik und Reha-Trainern: durch ihre vielen Aus- und Weiterbildungen wissen sie in Sachen Trainingsmethodik, Trainingssteuerung, physiotherapeutische und osteopathische Techniken einfach alles, sind dadurch immer „up to date“.


Das ist doch bei vielen anderen Reha-Zentren auch so.

Eben nicht! In vielen Praxen und Zentren ist der Physiotherapeut beispielsweise für die Lymphdrainage und gleichzeitig auch noch für das Langhantel-Training zuständig. Das ist bei uns anders. Ganz anders! Der Physiotherapeut arbeitet ausschließlich in der Physiotherapie, der Reha und Athletik-Coach ausschließlich im Training. Dadurch sind sie in ihren Bereich die absoluten Experten.

Das ist in den meisten Zentren nicht der Fall. Mein Anspruch ist es immer, die Menschen so schnell als möglich wieder fit zu machen. Dafür unternehmen wir hier in der Ecos Reha seit 2010 alles. Wirklich alles.


Wie ist dann das Verhältnis zwischen den "Physios" und Trainern?

Perfekt. Sie tauschen sich ständig aus. Was kann man bei dem Patienten vielleicht noch machen, dass diese oder jene Beschwerden weggehen. Ich denke aber, dass davon sich jeder selbst überzeugen sollte. Von der außerordentlichen Stimmung, der besonderen Atmosphäre, das freundliche, in vielen Fällen fast freundschaftliche Verhältnis untereinander.


Wie meinst Du das?

Hier wird die 15-jährige Schülerin genauso geduzt wie der 93-jährige Rentner.


Moment mal. 93 Jahre soll ein Patient von Dir alt sein?

Eine Ikone, der Rene. Autorennfahrer und Profi-Eishockey-Schiedsrichter war er. Mit seiner neuen Hüfte war er erst wochenlang bei unseren Physios, nun ist er wieder voll ins Athletik-Training eingestiegen. Am liebsten trainiert er mit dem Eishockeyprofi bei uns, dem Thomas. Das sind nur 66 Jahre auseinander (grinst).


Zu Euch kommt wirklich Alt und Jung.

Wir machen generell keinen Unterschied zwischen Schülern und Senderchefs. Beide wollen bestmöglich betreut werden. Und das machen wir. Immer, vorausgesetzt die- oder derjenige ist damit einverstanden, Duzen wir uns alle. Bei uns gelten somit die gleichen Gesetze wie am Berg. Es klingt auch ein wenig blöd, wenn ich der lieben Frau Maier, die bei uns schon seit Jahren herkommt, sagen würde: „Frau Maier, würde es Ihnen was ausmachen, wenn Sie mir bitte noch zehn Wiederholungen an der Beinpresse spendieren würden?“ (grinst). „Auf, Ilse, zehn gehen noch! Das schaffst Du. Locker!“ Das klingt dann doch für sie und mich motivierender.


Kann aber wirklich jeder kommen? Auch die 85-jährige Oma?

Gerade sie MUSS kommen. Ich verspreche Dir: sie wird bei uns auch mächtig Spaß haben. Warum? Weil bei uns eben gerade kein Krankengymnastik-Mief durch unsere Räume weht. Die Jungen trainieren mit den Alten. Hier kommt es oft vor, dass ein Olympiasieger mit einem Hobby-Läufer trainiert, der es sich zum Ziel gesetzt hat, ein oder zwei Mal die Woche vier, fünf Kilometer zu laufen. Wenn hier jeder von jedem profitiert, dann ist das doch für uns alle eine Win-win-Situation. Auch für die 85-jährige Oma. Wenn wir ihre Rumpfmuskulatur ein bisschen stärken und ihre Koordination verbessern, dann wird sie noch mehr Freude am Alltag haben.


Das klingt alles recht sportlich.

Und das ist es auch. Ich denke, dass wir bei der Ecos Reha schon überdurchschnittlich sportlich sind. Das heißt nicht, dass hier nur Ausnahme-Athleten und Spitzensportler herkommen, das heißt aber schon, dass die diejenigen, die zu uns kommen, klare Ziele haben. Diese können wiederum völlig unterschiedlich ausfallen. Der 45-Jährige trainiert mit uns zusammen auf seinen ersten Zehn-Kilometer-Lauf, die 15-Jährige will nach ihrem Skateboard-Unfall nur erst mal wieder „gescheid“ laufen können. Beide haben Ziele. Und unsere oberste Aufgabe ist es, diese zu erfüllen. Mit allem was in unserer Macht steht.


Aus welchem Umkreis kommen die Leute zu Euch?

Das ist völlig unterschiedlich. Der Profi-Mountainbiker Andi Wittmann fährt regelmäßig aus Rosenheim zu uns, ebenso Boris Becker, wenn er hier in München ist.


Jürgen Klopp, der Trainer des FC Liverpool, hat mal gesagt, dass er viel mehr sei als nur Trainer. Freund, Beziehungsratgeber, väterlicher Ersatz. Manchmal auch Erziehungsberechtigter. Ist das bei Dir auch so?

Absolut. Und genau deswegen können wir auch viele Rätsel knacken.


Welche Rätsel?

Wenn zum Beispiel die Rückenschmerzen gar keine Rückenschmerzen sind. Dann sind es oft Beziehungsprobleme, Mobbing in der Schule oder Stress in der Arbeit. Dazu muss man sich aber mit den Menschen unterhalten. Das kostet Zeit. Und diese nehmen wir uns. Unter dem Strich sind wir ein treuer Wegbegleiter, in einigen Fällen sogar ein richtiger Lebensmanager ­– auch über Jahre hinweg.

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